Erste Rückmeldungen eingegangen: Heidenheimer Apotheken melden Engpässe – Nachfrage per Mail und Frist verlängert

Das Aktionsbündnis Hanfkultur Heidenheim gibt ein erstes Zwischenergebnis der Umfrage unter allen 19 lokalen Apotheken. Wir haben nochmals per Mail bei den Apotheken nachgefragt und die Rückmeldefrist aufgrund des vorweihnachtlichen Geschäftsbetriebs verlängert. Trotz Rekordimporten von über 170 Tonnen medizinischem Cannabis 2025 (Kanada/Portugal als Top-Lieferanten) zeichnen die Antworten ein kritisches Bild der lokalen Versorgung vor dem Versandverbot (MedCanG-Änderung).

Aktuelle Ergebnisse (3 von 19 Apotheken, Rücklaufquote ca. 16%):

  • Zwei Apotheken führen Medizinalcannabis (eine regelmäßig mit 4–10 Sorten, eine auf Nachfrage mit >10 Sorten), eine Apotheke führt derzeit keine Cannabisblüten.
  • Zwei Apotheken schätzen die Versorgung nach Versandverbot „eher schwierig“ ein und erwarten Engpässe – vor allem bei spezifischen Sorten. Die dritte berichtet von wiederkehrenden Lieferengpässen und unsicherer Nachfrageprognose.
  • Problem: Viele Anbieter/Sorten, unvorhersehbare Lieferzeiten – Patient:innen mit Vorlieben für bestimmte Sorten (z. B. bei MS, Parkinson, Schmerzen) sind gefährdet.

Eine Apotheke möchte als Bezugsquelle gelistet werden (Details folgen bald hier auf dieser Website).

Frist verlängert wegen Vorweihnachtsgeschäft:
Apotheken können anonym weiter teilnehmen – neue Frist: 07.01.2026.

Hintergrund bleibt aktuell: Telemedizin und Versandapotheken fallen weg, Hausärzte in Heidenheim verschreiben selten Cannabis. „Die ersten Daten bestätigen unsere Sorge: Lokale Lücken trotz nationaler Importrekorde“, sagt David Tauber. Ziel bleibt: Konkrete Zahlen für die Debatte um Versorgungssicherheit, Apotheken und Anbauvereinigungen.

Vollständige Auswertung Anfang 2026 hier auf aktion-hanfkultur.de. Apotheken: Eure Einschätzung zählt noch!

Umfrage gestartet: Sind Heidenheimer Apotheken auf Cannabis-Versandverbot vorbereitet?

Umfrage klärt – Können Apotheken Cannabis-Versandverbot auffangen?

Das Aktionsbündnis Hanfkultur Heidenheim hat eine Umfrage unter allen lokalen Apotheken gestartet. Hintergrund: Das geplante Versandverbot für Cannabisblüten könnte Patienten im Landkreis vor Versorgungsengpässen stellen.

Rekordimporte – aber lokale Lücken?

Deutschland importierte 2025 bereits über 170 Tonnen medizinisches Cannabis – ein Sprung von +171% gegenüber 2024 (71 Tonnen). Kanada und Portugal sind die größten Lieferanten. Trotzdem: In ländlichen Regionen wie Heidenheim fehlt oft der lokale Zugang.

Das Medizinal-Cannabis-Gesetz (MedCanG-Änderung) sieht vor, dass Cannabisblüten nicht mehr an Patienten versendet werden dürfen. Erstverschreibungen sollen zukünftig nur noch nach persönlichem Arztbesuch möglich sein – Telemedizin fällt damit weg.

„Für Heidenheim ein Problem“, sagt David Tauber vom Aktionsbündnis: „Hier verschreiben nur wenige Hausärzte Cannabis. Viele Patienten sind auf Versandapotheken angewiesen – die fallen nun weg.“

Besonders betroffen: Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder starken Schmerzen.

Was wir von den Apotheken im Kreis erfahren wollen.

Offene Fragen der Umfrage:

  • Führen Heidenheimer Apotheken überhaupt Medizinalcannabis?
  • Wie viele Sorten sind vorrätig oder bestellbar?
  • Können sie die Nachfrage nach dem Versandverbot stemmen?

Ziel: Konkrete Zahlen statt Spekulationen.
Apotheken, die mitmachen, können auf Wunsch als lokale Bezugsquellen auf aktion-hanfkultur.de gelistet werden.

Die Umfrage läuft bis 19. Dezember.

Aktionsbündnis Hanfkultur Heidenheim fordert: Mehr Transparenz über die tatsächliche Versorgungslage vor Ort.

Ergebnisse werden Ende Dezember erwartet und hier veröffentlicht.