Offener Brief übergeben: „Verdrängung ist keine Prävention“

Heute hat das Aktionsbündnis Hanfkultur Heidenheim einen offenen Brief an Oberbürgermeister Michael Salomo und die Stadtverwaltung übergeben. Anlass sind die Schließung des Hanf-Shops und des Szene-Treffpunkts Café „Chill’n’Cheers“ sowie die anhaltende Verdrängung legaler Hanf-Angebote aus dem Stadtgebiet. Das Bündnis fordert eine sachliche Debatte und bittet die Stadt, zu sieben konkreten Fragen öffentlich Stellung zu nehmen. Kernbotschaft: Verdrängung ist keine Prävention.

Hintergrund

Wer legale Wege blockiert, spielt den illegalen Strukturen in die Hände — genau das sehen wir in Heidenheim. Der ehrenamtliche Anbauverein Heidenhanf e. V. wollte legal und gemeinnützig abgeben, scheiterte aber an jahrelangem Behördenstillstand und verwehrten Nutzungsänderungen — bis zur Insolvenz. Damit wurden legale, kontrollierbare Angebote zerschlagen und Konsumierende zurück ins Unkontrollierte und Illegale gedrängt. Gleichzeitig inszeniert sich dieselbe Stadtverwaltung medial als hart durchgreifend gegen illegale Aktivitäten — angefangen bei der Schließung des Hanf-Shops und des Szene-Treffpunkts Café „Chill’n’Cheers“ bis zur öffentlichkeitswirksam gefeierten Konfiszierung und Zerstörung der Spielautomaten. Die Erfahrung des Bündnisses reicht weiter zurück: Schon 2025 musste es gegen unverhältnismäßige Auflagen beim Global Marijuana March klagen — und bekam vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart recht. Genau diesen doppelten Maßstab benennt unser offener Brief.

Forderungen

Das Bündnis verlangt eine öffentliche Antwort auf sieben Fragen — unter anderem: Welches Konzept verfolgt die Stadt, um die Szene nicht in Parks und Hinterhöfe abzudrängen? Welche Schritte sichern Aufklärung und Schadensminderung nach dem Wegfall von Verein und Treffpunkt? Ist die Stadt bereit, sich für wissenschaftlich begleitete Modellprojekte (Säule 2) zu öffnen? Auf welcher Rechtsgrundlage wurden Café und Shop geschlossen?

„Verdrängung ist keine Prävention“, sagt David Tauber, Initiator des Aktionsbündnisses Hanfkultur Heidenheim. „Wer mitten in der Stadt ein Weindorf feiert und eine Bierwirtschaft ohne Suchthilfekonzept genehmigt, aber einen legalen Hanf-Treffpunkt schließt, argumentiert nicht mit Prävention, sondern mit Verdrängung. Wir wollen keine Sonderbehandlung, nur Gleichbehandlung.“

Mitzeichnen

Der offene Brief kann auf aktion-hanfkultur.de mitgezeichnet werden. Die gesammelten Unterstützungen werden nach Ablauf der Frist an die Stadtverwaltung und die Fraktionen des Gemeinderats übergeben. .

6 Menschen unterstützen den offenen Brief bereits.

Je mehr Menschen ihn mittragen, desto deutlicher die Botschaft an die Stadt.

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Über das Aktionsbündnis Hanfkultur Heidenheim

Das Bündnis ist eine zivilgesellschaftliche Initiative für eine ehrliche, präventionsorientierte und sozialverträgliche Cannabispolitik. Es steht für Aufklärung statt Stigmatisierung, für geschützte Räume und für die verantwortliche Gestaltung legaler Angebote. Das Bündnis betreibt den Aufklärungsblog aktion-hanfkultur.de und vertritt kein wirtschaftliches Interesse.

Kontakt

David Tauber, Initiator des Aktionsbündnis Hanfkultur in Heidenheim · Am Hardt 12, 89522 Heidenheim · aktion-hanfkultur.de